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Die Digitalisierung mit denjenigen diskutieren, die sie betreffen wird – Interview mit Prof. Dr. Martin Simon

Mit dem VDI-Forum Digitalisierung hat der VDI-Bezirksverein Karlsruhe eine neue Plattforum geschaffen, die die Themen rund um disruptive Technologien in den Fokus rückt. Dieses Eventformat findet am 23. Januar 2019 zum ersten Mal statt. Als einer der Hauptorganisatoren ist Professor Dr. Martin Simon tätig, der Vorsitzende des VDI-Bezirksvereins Karlsruhe und Inhaber der Professur für Mechatronische Systeme an der Hochschule Karlsruhe. Wir haben mit ihm ein Interview geführt und unter anderem über den Weg zur Auftaktveranstaltung der Reihe gesprochen, wohin die Reise gehen soll und welche Stellschrauben es sind, mit denen man aktiv die Zukunft mitgestalten kann.

Chancen und Risiken der Digitalisierung: VDI-Forum Digitalisierung schafft eine Plattform zum Austausch

Schönen guten Tag Herr Professor Dr. Simon, Sie sind seit Anfang des Jahres der Vorsitzende des Karlsruher Bezirksvereins des VDI. Haben Sie sich schon gut in Ihr neues Amt eingefunden?

Auf jeden Fall. In VDI-Fachausschüssen bin ich schon lange tätig. Das neue Amt bietet darüber hinaus spannende Möglichkeiten, aktuelle technische und damit verbundene gesellschaftliche Themen zu behandeln. Die Zusammenarbeit mit kompetenten Kollegen macht zudem auch Spaß.

Sie starten gleich mit einer großen Veranstaltung: Neben Ihrer Professur und Ihrem Vereinsvorsitz leiten Sie die Organisation des VDI-Forums Digitalisierung, das am 23. Januar 2019 zum ersten Mal stattfinden wird. Wie kam es zur Idee für dieses neue Format und den gewählten Titel?

Wir möchten mit dem neuen Forum die Digitalisierungsdebatte mit fachlich fundierten Beiträgen bereichern. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Karlsruhe, wo wir im Rahmen des Mechatronik-Kolloquiums auch die Chancen und Risiken der Digitalisierung behandeln.

An wen richtet sich das VDI-Forum bei dieser Veranstaltung? Wer kann daran teilnehmen?

Das VDI-Forum Digitalisierung ist eine offene Veranstaltung, zu der jeder Interessierte herzlich eingeladen ist. Natürlich sprechen wir auch besonders die über 3.000 VDI-Mitglieder des Bezirksvereins Karlsruhe an. Nicht zuletzt richtet sich die Veranstaltung an die Studierenden, die das Thema Digitalisierung in ihrem Berufsleben stark betreffen wird.

Wird es weitere Veranstaltungen im Format des VDI-Forums Digitalisierung geben, die der VDI-Bezirksverein Karlsruhe in der Zukunft organisieren wird?

Unser VDI-Forum „Digitalisierung und disruptive Technologien“ ist das erste einer geplanten Veranstaltungsreihe. Es sind zwei bis drei Veranstaltungen pro Jahr geplant.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung und disruptiven Technologien, die in der nächsten Zeit auf uns zukommen werden?

Eine große Herausforderung liegt nach wie vor darin, Trends rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Noch besser ist es jedoch, Trends mitzugestalten – also zu agieren statt zu reagieren. Eine der größten technischen Herausforderungen liegt darin, die Komplexität der vernetzten Systeme zu beherrschen und sicher zu betreiben.

Zum Abschluss ein kleines Wortspiel. Ich nenne Ihnen fünf Wörter beziehungsweise Phrasen und Sie antworten kurz und knackig!

  • VDI-Forum: Am Puls der Zeit.
  • Megatrend Digitalisierung: Schauen wir, was danach kommt.
  • Industriestandort Deutschland: … hat großes Potenzial.
  • Industrie und Wissenschaft: … müssen enger zusammenarbeiten.
  • VDI Karlsruhe: Think global – act local.

Vielen Dank, Herr Professor Dr. Simon, für die interessanten Ausführungen zum Entstehungsweg des VDI-Forums Digitalisierung und worauf wir uns weiterhin freuen dürfen. Wir wünschen Ihnen Alles Gute und viele spannende Veranstaltungen in der Reihe!

Das Interview mit Professor Dr. Martin Simon führte die Redaktion VDI Karlsruhe.

 

Über Professor Dr. Martin Simon

Martin Simon ist seit mehr als 20 Jahren im Bereich mechatronischer Systeme und 3D-Digitalisierung tätig. 1999 wechselte er nach einer Post-Doc-Stelle am KIT als Entwicklungsleiter für Röntgenprüfsysteme in die Industrie. 2008 gründete er das Start-up-Unternehmen Volumetrik GmbH. Nach dem Verkauf an die Wenzel Präzision GmbH war er als Geschäftsführer für die Entwicklung, Fertigung und Vertriebsunterstützung von Computertomographie-Scannern verantwortlich. Im Anschluss war Herr Simon als Leiter Neue Technologien bei der GOM GmbH und als Geschäftsführer bei der GOM New Technologies GmbH für die Entwicklung mechatronischer Mess- und Prüfsysteme zuständig. Im März 2018 wurde er als Professor an die Hochschule Karlsruhe berufen, wo er sich in Forschung und Lehre mit mechatronischen Systemen, zerstörungsfreien Prüfverfahren, industrieller Messtechnik sowie Rapid Prototyping beschäftigt.

 

(Coverbild: © kras99 | Fotolia)

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