KontraProduktpiraterie (KoPira)

Digitaler Fingerabdruck als Produktsignatur mit Farbverläufen

KontraProduktpiraterie, kurz: KoPira, ist als Industriearbeitskreis (IAK) Teil des Karlsruher Bezirksvereins des VDI. Mit ihrem Fokus auf Produktpiraterie, also der illegalen Nachahmung und Vervielfältigung von Waren und Produkten, beantwortet sie ein zentrales Anliegen der deutschen Wirtschaft. Gerade aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und den steigenden Zahlen bei Angriffen über das Internet gewinnen dieses Thema und entsprechende Präventionsmaßnahmen immer mehr an Bedeutung.

Hintergrund zur KoPira

In ihrer aktuellen Form besteht die KoPira seit Mai 2010 als Weiterführung des gleichnamigen Forschungsvorhabens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ursprünglich beheimatet war KoPira am Institut für Produktentwicklung (IPEK) der Universität Karlsruhe (KIT) und am International Performance Research Institut gGmbH in Stuttgart (IPRI).

Gegen Produktpiraterie am Wirtschaftsstandort Deutschland

Der Wirtschaftsstandort Deutschland verfügt – auch im internationalen Vergleich – über eine hohe Innovationskraft und Produktivität. In der Folge geht für die deutschen Wirtschaftsunternehmen von den verschiedenen Varianten der Produktpiraterie ein hohes Risiko aus. Dies schließt zum einen die Produktnachahmung, Warenvervielfältigung et cetera über Ländergrenzen hinweg, zum anderen auch die Produktpiraterie innerhalb des Landes mit ein. Zudem betrifft sie sämtliche Branchen, von Luxusartikeln über Verbrauchsgüter bis hin zu technischen Geräten aller Art.

Die Schätzungen zu den Auswirkungen des jährlichen wirtschaftlichen Schadens werden für Deutschland auf 50 Milliarden Euro beziehungsweise eine Millionen Arbeitsplätze beziffert. Von diesem Ausmaß sind mit 60 Prozent vorrangig kleine und mittelständische Unternehmen betroffen. Diese Kennzahlen sind jedoch alles andere als statisch: Im Jahr 2019 schätzte der Digitalverband Bitkom die jährliche Steigerungsrate allein durch Hacking-Angriffe auf 40 Prozent.

KoPira: Zielsetzung und Veranstaltungsformate

Der grundlegende Fokus der Arbeit liegt darauf, eine Kommunikationsplattform zum Thema Produktpiraterie zu erschaffen. Dazu organisiert KoPira unter anderem Vorträge und weiterführende Workshops, die insbesondere auf die Belange und Anliegen von Industrieunternehmen eingehen. Hierfür werden Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen gewonnen, so etwa aus Forschung und Wissenschaft, verschiedenen Wirtschaftsunternehmen sowie aus der IT-Branche. Das Ziel besteht in erster Linie darin, die Nachhaltigkeit abgeschlossener Forschungsvorhaben zu unterstützen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu festigen.

Online-Konferenz am 03. und 10. November 2020

Die nächste Veranstaltung von KoPira findet Anfang November 2020 an zwei Terminen statt. Die Online-Konferenz zum Thema Unternehmensschutz beginnt am 03. und 10. November jeweils um 16:00 Uhr, für jeden Termin sind zwei bis drei Fachvorträge zu verschiedenen Schwerpunktthemen geplant. Die genauen Agenden sowie weitere Informationen zur Online-Konferenz von KoPira und zur Voranmeldung finden Sie unter Unternehmensschutz mit Managementmethoden und Digitale Marktbeobachtungen.

Diese und weitere Veranstaltungsreihen: Nehmen Sie teil!

Der VDI Karlsruhe organisiert neben diesen Formaten weitere Events und Veranstaltungsreihen. Auch bei diesen laden wir Sie herzlich zur Teilnahme ein.